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26. März 2012

Modernisierung des Augsburger Klinikums: Schwabens Großkrankenhaus wird generalsaniert und feiert parallel in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen

Zwei große Ereignisse rücken in 2012 das Augsburger Klinikum in den Fokus der Aufmerksamkeit. Das Großkrankenhaus wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Zugleich schreiten die Umbaumaßnahmen auch im Jubiläumsjahr weiter voran. Das gibt Anlass zum Feiern – ohne jedoch die Arbeit zu vernachlässigen, denn das Augsburger Klinikum soll in Kürze generalsaniert noch mehr Qualität und Service bieten. Neben der Modernisierung des Zentralen Operationsbereiches wird auch die neue Kinderklinik weiter ausgebaut.

Das Augsburger Klinikum feiert 2012 sein 30-jähriges Bestehen. Bild: Stadt Augsburg

Das Augsburger Klinikum feiert 2012 sein 30-jähriges Bestehen. Bild: Stadt Augsburg

 

Am 17. April 2012 ist es so weit. Das Klinikum Augsburg wird 30 Jahre alt und gestaltet gleichzeitig die Medizin der Zukunft neu. Im Rahmen eines Masterplans wird das Klinikum bis 2025 generalsaniert. Die einzelnen Bauabschnitte sind in fünf Phasen eingeteilt. Momentan befindet sich das Klinikum in der ersten Phase, die 2016 abgeschlossen werden soll. Zu den wichtigen Meilensteinen in den nächsten Jahren gehören neben dem Umbau des Zentralen Operationsbereichs bis voraussichtlich Anfang 2015 der Bau der neuen Kinderklinik Augsburg Mutter-Kind-Zentrum Schwaben. Dieses soll unmittelbar an den OP-Bereich angeschlossen werden und schon im Jahr 2014 fertig sein. Auch die neue Tiefgarage und der Hubschrauber-Landeplatz sollen noch in diesem Jahr erbaut werden. Der Krankenhausbetrieb wird während der Umbauarbeiten aufrechterhalten.

Möglichst wenig Beeinträchtigungen für Patienten und Personal

Besorgnis kam bei den Bürgern auf bei der Frage, wie sich die Umbauarbeiten auf den Krankenhausalltag auswirken. „Hier müssen sich die Besucher keine Gedanken machen, denn vorrangiges Ziel ist es, den Krankenhausalltag für Patienten und Personal nicht zu beeinträchtigen“, sagt Raphael Doderer, Pressesprecher des Klinikums Augsburg. Dazu haben wir verschiedene Vorsorgemaßnahmen getroffen. Die Bauarbeiter erhielten zum Beispiel einen separaten Zugang zum Operationsbereich, um den Betrieb im OP nicht zu stören. Außerdem achten wir in den Bereichen, in denen gebaut wird, auf eine hohe Sauberkeit. Durch luftdichte Wände dringen die feinen Staubpartikel nicht in den Patientenbereich ein, wodurch wir eine optimale Versorgung gewährleisten können. Da der Krankenhausbetrieb während der Generalsanierung weiterlaufen muss, war die Trennung von Baustelle und medizinischem Hochleistungsbetrieb unerlässlich. „Anders als bei kompletten Neubauprojekten liegt die Priorität für uns nicht auf Schnelligkeit, sondern auf einer optimalen Patientenversorgung“, erklärt Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke. Das Augsburger Krankenhaus ist eines der zehn größten in Deutschland, gerade deshalb ist die Weiterführung des Krankenhausbetriebes für zwei Millionen Bürger in Schwaben besonders wichtig.

 

Baustelle der neuen Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben Foto: Klinikum Augsburg

Baustelle der neuen Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben Foto: Klinikum Augsburg

 

Neue Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben entsteht

Die ehemalige Kinderklinik stammt aus den sechziger Jahren, die Sanierung erwies sich als schwierig, deshalb entschieden sich die Verantwortlichen dazu, ein neues Gebäude zu planen und zu bauen. Seit Ende 2011 entsteht in Augsburg die neue Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben. Die Fertigstellung schreitet auch in diesem Jahr stetig voran. Als sympathischste Baustelle Augsburgs bezeichnete Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl die Baustelle. Die Verantwortlichen rechnen mit dem Ende der Bauarbeiten in zwei Jahren. Das bietet neue, moderne Möglichkeiten in der Mutter-Kind-Betreuung. Durch die Anbindung an die neue Klinikums-Eingangshalle ist das Gebäude dann direkter zugänglich. Die geplante Verbindung der Kinderintensivstation mit dem Operationsbereich erleichtert den Austausch zwischen den einzelnen Bereichen. Für die Patientinnen wird der Ablauf vereinfacht, denn bis jetzt waren die Anlaufstationen an drei verschiedenen Orten verteilt. „Die Geburt erfolgte im Kreißsaal im dritten Stock, die Weiterbetreuung fand im 12. Stock statt. Hier konnten Mutter und Kind zusammen versorgt werden. Wenn jedoch das Baby – zum Beispiel ein Frühchen – in der Kinderklinik behandelt wird,  mussten die Mütter in ein anderes Gebäude laufen. Das war eine mühselige Situation, die auf Dauer nicht

wünschenswert war“, sagt Raphael Doderer. Durch den Neubau sind Mutter und Kind wieder näher zusammen. Auch für die Ärzte ergeben sich Vorteile, denn die Versorgung von Mutter und Kind vereinfacht sich organisatorisch und spart Zeit. Die neue Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben bietet daher nicht nur ideale Voraussetzungen für den Start ins Leben, sondern ist ein Gesundheitszentrum für Schwangere, Neugeborene, Kinder, Jugendliche und ihre Familien. 

 

So wird die neue Kinderklinik nach Fertigstellung aussehen.

So sieht die neue Kinderklinik nach der Fertigstellung aus.


Masterplan wird Schritt für Schritt umgesetzt

Neben dem Bau der neuen Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben werden in den nächsten Jahren weitere wichtige Bauabschnitte fertiggestellt. Ende 2011 begann die Sanierung des Zentralen Operationsbereiches. Hier ist eine Erweiterung von 18 auf 24 Operationssäle zusammen mit einem zusätzlichen neuen Operationsbereich geplant, wodurch das Klinikum Augsburg über eine der größten operativen Einrichtungen verfügen wird. Der Bau der neuen Tiefgarage kann bereits in diesem Jahr fertiggestellt werden und erleichtert die Parkplatzsituation. Mit der Fertigstellung werden ca. 400 weitere Parkmöglichkeiten für die Besucher der Klinik zugänglich sein. 
Im Jahr 2013 soll der neue Hubschrauberlandeplatz fertiggestellt werden. Dadurch können Notfälle in der Region zukünftig noch schneller behandelt werden. Das stärkt die Stadt Augsburg auch als modernen medizinischen Standort und bietet mehr Sicherheit für ganz Nordschwaben.

Das Klinikum wird zum „Green Hospital“

Das Klinikum Augsburg soll zu einem „Green Hospital“, auf Deutsch „grünes Krankenhaus“, umgebaut werden. Durch die energiebewusste Bauweise soll zum einen die ökologische Bilanz verbessert werden und zum anderen eine Wohlfühlatmosphäre für die Patienten, die Besucher sowie auch die Mitarbeiter geschaffen werden. Ziel ist hier vor allem ein Ambiente innerhalb und außerhalb des Klinikums zu schaffen, in dem der Patient sich neben der optimalen medizinischen Versorgung, wohl und geborgen fühlen kann. Durch ansprechende Außenanlagen und einer freundlichen Gestaltung des Krankenhauses mit Licht und Kunst soll eine einladende Atmosphäre entstehen.


Weiterführende Links:
www.klinikum-augsburg.de

www.youtube.com/user/klinikumwebmaster


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