Die brechtbühne im Gaswerk ist eröffnet

11.01.2019 21:45 | Kultur

Am Freitagabend wurde die neue brechtbühne im Ofenhaus des Gaswerks eröffnet. Die erste Premiere geht am Samstag über die Bühne.

OB Dr. Kurt Gribl (Mitte) eröffnete die neue brechtbühne gemeinsam mit (von links) swa-Geschäftsführer Alfred Müllner, Kulturreferent Thomas Weitzel, swa-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza und Theaterintendant André Bücker. Fotos: Michael Hochgemuth

Nach nicht einmal zwei Jahren Bauzeit ist die neue Spielstätte des Staatstheaters Augsburg fertiggestellt. Für die nächsten Jahre wird die brechtbühne mit Schauspiel und Tanztheater im Ofenhaus im Gaswerk Augsburg eine vorübergehende Heimat finden. Am heutigen Abend wurde sie mit rund 200 geladenen Gästen offiziell eingeweiht.

219 Plätze hat die neue Brechtbühne. Sie ist insgesamt schmäler und höher als zuvor am Theater, wo sie bis Juni noch zu finden war. Ein Großteil der alten Brechtbühne ist nun wieder im Ofenhaus verbaut, zum Beispiel die Besuchersitze oderauch die Lüftungstechnik. Der Umbau erfolgte als Projekt des Kulturreferats in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken, .

Ballettsaal unter dem Dach

Mit dem Umzug des Balletts diese Woche in das Gaswerk ist nun auch die Kasernstraße leer. Der Ballettsaal befindet sich direkt unter dem Tonnengewölbe unter dem Dach. Zwar weniger Raum, dafür ganz neue Standards haben die TheaterwerkstättenSchreinerei, Schlosserei und auch der Malsaal. Sie alle haben nun Tageslicht und zum Teil ebenerdige Zugänge.

Schneiderei und Fundus sind bereits seit Oktober vergangenen Jahres über der Straße im Deuterpark angesiedelt.

Restaurant mit Biergarten ab April

Blickfänger im Foyer ist die künstlerische Installation einer frei im 19 Meter hohen Raum hängenden Wolke aus Draht. Darunter befindet sich ein Restaurant, das seinen Vollbetrieb ab April aufnehmen wird. Auch ein Biergarten soll Besucheranziehen.

Parkhaus und Shuttlebus

In direkter Nachbarschaft zum Ofenhaus befindet sich ein neues Parkhaus. Nur wenige Schritte sind es von dort bis zum Theatereingang.

Anbindung an den Oberhauser Bahnhof erfolgt durch einen Shuttlebus, der alle acht Minuten fährt und zwar eine Stunde vor und eine Stunde nach der Vorstellung. Es gibt Carsharing und Leihräder. Die bislang durch eine Buslinie erfolgte Anbindungan den ÖPNV soll nach Angaben der Stadtwerke mit zunehmender Belebung des Geländes weiter entwickelt werden.

Künstler kommen zum 1. März

Zum 1. März diesen Jahres beziehen die ersten Künstler ihre Ateliers im Ofenhaus. Insgesamt 5000 Quadratmeter wurden für sie eingeplant. Ziel ist es, in Kooperation mit den Stadtwerken, das 70.000 Quadratmeter große Gaswerksareal in dennächsten Jahren zu einem einzigartigen Standort der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie der Kunst- und Kulturszene zu entwickeln. 120 Millionen Euro werden insgesamt im Lauf der Jahre dort investiert. Auch die Parkflächen des Geländes werden neu angelegt.Das Modular-Festival wird bereits dieses Jahr dort stattfinden.

Premiere von „Europe Central“ am Samstag

Am Samstag, 12. Januar, geht dann die erste Premiere über die Bühne. Das Staatstheater Augsburg feiert die Eröffnung seiner zweiten Interimsspielstätte mit der Uraufführung von William T. Vollmanns preisgekröntem Roman „Europe Central“ in der Regie von Nicole Schneiderbauer.

Gastro, DJ und Live-Musik

Die neue Gastronomie Ofenhaus Augsburg begrüßt das Publikum ab 18:00 Uhr in den neuen Räumen. Zudem macht die Augsburger Soulband feat. Edward Wade Appetit auf den großen Abend, um ihn im Anschluss an die Vorstellung richtig einzuläuten. DJ David Kochs begleitet die Premierenfeier bei freiem Eintritt bis spät in die Nacht. Zwischen 18:45 Uhr und 19:00 Uhr besteht die Möglichkeit, Teil des über die ganze Spielzeit andauernden Filmdrehs von „Exit Ghost“ durch Irreality TV zu werden.

Premierenfeier ab 23:30 Uhr

Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich. Wer keine Tickets mehr für die Uraufführung von „Europe Central“ bekommt, ist ab 23:30 Uhr ebenso herzlich zur Premierenfeier eingeladen.

Führungen um 1:00 Uhr

Um 1:00 Uhr führen Hendrik Euling-Stahl (Beauftragter für Baubelange) und Friedrich Meier (Geschäftsführender Direktor) interessierte Besucher durch die neue Spielstätte. Der Augsburger Stadtmauerverein e.V. zeigt mit feurigen Schalen und Fackeln den Weg zur Spielstätte durch Wind und Schnee. (pm/haja)