deutsche Version
version francaise
english version
versione italiana
 Rathaus
>> Internationales

Nagahama

Die Initiative zu der beiderseitigen Partnerschaft ging von japanischer Seite aus. Magokichi Yamaoka, der damalige Firmenchef der japanischen Yanmar-Diesel-Werke, hatte als junger Student in München gelebt und dabei auch die Spuren Rudolf Diesels verfolgt. Nach dem Kriege stiftete er daher zum Gedenken an Rudolf Diesel den japanischen Gedächtnishain im Wittelsbacher Park und wandte zugleich seinen ganzen persönlichen und politischen Einfluß auf, um die beiden japanischen Städte Amagasaki und Nagahama, in denen sich Produktionsstätten der Yanmar-Diesel-Werke befanden, zu offiziellen Partnerstädten Augsburgs zu machen. 1959 wurde der Freundschaftsbund geschlossen, der zugleich der erste deutsch-japanische Schwesternstadtbund war.

 

 

Nagahama

liegt im Nordosten der Shiga-Präfektur, etwa in der Mitte Japans. Die Stadt steht auf einer Alluvial-Ebene, die vom in den nahen Bergen entspringenden Anegawa-Fluß gebildet wird. Eine abwechslungsreiche Umgebung durch Fluß-, Berg- und Seelandschaft zeichnet die Stadt aus, die zu jeder Jahreszeit ihre besonderen Reize hat. Die Entfernung zu den Großstädten Osaka, Nagoya und Kyoto beträgt nur etwa eine Zugstunde.

 

Nagahama, seit 1943 selbständige Stadt mit rund 55 000 Einwohnern, liegt am Biwa-See, dem größten See in Japan. Die Stadt ist Zentrum der Textil- Maschinenbau- und Chemieindustrie und hat unter anderem ein Zweigwerk der Yanmar Diesel Engines. Magokichi Yamaoka, der Firmengründer und Förderer der Städtepartnerschaften, stammt aus dem Gebiet um Nagahama.

 

Dank des fruchtbaren Ackerlandes und dem Schiffsverkehr auf dem Biwa-See war Nagahama schon im 5. Jahrhundert nach Christi eine kulturelle und wirtschaftliche Zentrale im Kohoku-Gebiet, dem nördlichen Teil am Biwa-See. Seit Hideoshi Toyotomi, dem ersten Herrscher über ganz Japan, hat sich Nagahama wegen der geographisch günstigen Lage zu einer Handelsstadt entwickelt. 1575 errichtete er hier eine Burg. Sie wurde 1615 zerstört, 1983 jedoch stilgetreu wieder aufgebaut und beherbergt heute ein historisches Museum.

 

Alljährlich im April findet in Nagahama eines der drei größten japanischen Schmuckwagen-Paradefeste statt. Das Hikiyama-Fest hat eine lange Tradition. Zu den Höhepunkten gehört das Kinder-Kabuki-Theater.

 

Nagahama ist reich an Sehenswürdigkeiten, wie herrlichen Tempeln und Gärten aus dem 16./17. Jahrhundert. Zu den Attraktionen zählt auch das historische Bahnhofsgebäude. Moderne Architektur, großzügige Promenaden und Parks prägen das Stadtbild. Die Aufgeschlossenheit der Bürger von Nagahama spiegelt sich in der großzügigen Stadtplanung und zahlreichen urbanen Einrichtungen.

Nach oben