
Die Initiative zu der beiderseitigen Partnerschaft ging von japanischer Seite aus. Magokichi Yamaoka, der damalige Firmenchef der japanischen Yanmar-Diesel-Werke, hatte als junger Student in München gelebt und dabei auch die Spuren Rudolf Diesels verfolgt. Nach dem Kriege stiftete er daher zum Gedenken an Rudolf Diesel den japanischen Gedächtnishain im Wittelsbacher Park und wandte zugleich seinen ganzen persönlichen und politischen Einfluß auf, um die beiden japanischen Städte Amagasaki und Nagahama, in denen sich Produktionsstätten der Yanmar-Diesel-Werke befanden, zu offiziellen Partnerstädten Augsburgs zu machen. 1959 wurde der Freundschaftsbund geschlossen, der zugleich der erste deutsch-japanische Schwesternstadtbund war.
Amagasaki

wird durch den Ina-Fluß im Osten und den Muko-Fluß im Westen geprägt. Im Süden öffnet sich die Stadt zur Osaka-Bucht hin, und erstreckt sich über eine Gesamtfläche von rund 50 qkm. Rund 550.000 Einwohner zählt diese Industrie- und Handelsstadt im nordöstlichen Teil der Hyogo-Präfektur. Zahlreiche Dämme schützen Amagasaki, da die Stadt teilweise unter dem Meeresspiegel liegt. Die Stadt steht auf 2000jährigem Siedlungsboden. Spuren der ersten Ansiedlung sind heute noch im Stadtteil Tomo erkennbar.
Schon im 3. Jahrhundert nach Christus ist Amagasaki eine hochentwickelte, bedeutende Hafenstadt. Im Mittelalter wächst es als Außenhafen von Kyoto zu einer der führenden Städte Japans heran. 1617 wird Amagasaki zum Fürstentum und zur Residenzstadt erklärt. 1889 lassen sich die ersten Spinnereibetriebe in der Stadt nieder. Weitere Fabriken werden gegründet.

Amagasaki entwickelt sich rasch zu einer führenden Industriestadt. 1916 erhält Amagasaki das Stadtrecht. Im 2. Weltkrieg wird die Stadt weitgehend zerstört. Nach dem Wiederaufbau ist Amagasaki eine bedeutende Industrie- und Handelsstadt. Amagasaki ist heute Standort für Eisen- und Stahlwarenindustrie, Maschinenbau, der Chemie und Textilindustrie, von Brauereien, der Glas- und Töpferwarenherstellung und der Kernforschung.

