Freistaat fördert Klärwerk-Erweiterung mit 20 Millionen Euro
Die Abwasserwirtschaft wird in Augsburg bald nachhaltiger sein. Im Klärwerk soll in etwa sieben Jahren die so genannte 4. Reinigungsstufe in Betrieb gehen. Der Bau kostet rund 40 Millionen Euro. Thorsten Glauber, Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, hat am Mittwoch einen Fördergeldbescheid in Höhe von 19,85 Millionen Euro übergeben.

Bayerns Umweltminiester Thorsten Glauber (links) und Landtagsabgeordneter Anton Rittel (rechts) übergaben den Förderbescheid über 19,85 Millionen Euro an Oberbürgermeisterin Eva Weber. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Hinter der 4. Reinigungsstufe verbirgt sich ein komplexer Vorgang, der Abwasser besser aufbereiten kann, wie der Leiter der Augsburger Stadtentwässerung, Sven Vogt, erklärt: „In den verschiedenen Reinigungsstufen unseres Klärwerks werden verschiedene Schadstoffe und Verschmutzungen aus dem Abwasser gefiltert, bevor es in den Lech eingeleitet wird. Die allermeisten können wir bereits jetzt herausfiltern. Doch Rückstände von Medikamenten oder chemischen Lösemitteln stellen uns vor eine große Herausforderung. Mit der 4. Reinigungsstufe können wir diese aber ebenfalls aus dem Abwasser filtern, sodass sie nicht in den natürlichen Wasserkreislauf gelangen.“
Bei der 4. Reinigungsstufe handelt es sich um eine chemische Aufbereitung des Wassers. Dieses wird beispielsweise mit Ozon behandelt und anschließend gefiltert. Damit können umweltbelastende Spurenstoffe gebunden und entfernt werden.
Baureferent Steffen Kercher: „Investition in eine moderne Infrastruktur“
Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber und Baureferent Steffen Kercher sprachen Glauber dafür ihren Dank aus. Das Gesamtprojekt „4. Reinigungsstufe“ ist zwingend notwendig für eine moderne Stadtentwässerung, wie Baureferent Steffen Kercher erklärt: „Wir haben heute einen Meilenstein für unsere Infrastruktur erreicht.“ Abwasser umweltgerecht aufzubereiten sei eine wichtige Herausforderung, der sich die Stadt Augsburg stellen müsse. „Mit der 4. Reinigungsstufe werden wir dieser Herausforderung einen weiteren Schritt gerechter.“ (pm/rs)