Stadt Augsburg ist jetzt FSME-Risikogebiet
Wie das Robert Koch-Institut (RKI) informiert, zählt jetzt auch die Stadt Augsburg zu den FSME-Risikogebieten. „Grund dafür ist nach Angaben des RKI eine Zunahme von FSME-Erkrankungen im Stadtkreis Augsburg, insbesondere bayernweit innerhalb der zurückliegenden fünf Jahre“, erklärt Gesundheitsreferent Reiner Erben.

Im hohen Gras ist die Gefahr eines Zeckenstichs sehr hoch. Vor einer FSME-Erkrankung kann eine Impfung schützen. Foto: Reinhard Strobl/Stadt Augsburg
2025 wurden im Stadtgebiet drei Fälle gemeldet, in Bayern insgesamt 311 Fälle. Dies ist ein neuer Höchstwert an jährlich gemeldeten Fällen in Augsburg und in Bayern.
FSME: Durch Viren verursachte Hirnhautentzündung
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren hervorgerufen wird. Das FSME-Virus kommt in vielen Ländern Europas, in Russland und Asien vor und vermehrt sich hauptsächlich in kleinen Nagetieren wie etwa Mäusen. Über infizierte Zecken wird es dann auf den Menschen übertragen. Durchschnittlich tragen in sogenannten FSME-Risikogebieten 0,1 Prozent bis 5 Prozent der Zecken FSME-Viren in sich.
Welche Symptome sind zu erwarten
Zunächst treten grippeähnlichen Beschwerden auf, gefolgt von einem mehrtägigen symptomfreien Intervall. Hiernach kann es zu den spezifischen neurologischen Erscheinungen der FSME wie etwa Hirnhautentzündung, Gehirn- oder Rückenmarksentzündung kommen. Ein hoher Anteil der Infektionen, das heißt 70 bis 95 Prozent, verläuft jedoch asymptomatisch oder die zweite Krankheitsphase bleibt aus. Schwere Verläufe treten insbesondere bei älteren Erwachsenen auf, aber auch Kinder sind gefährdet.
Vorbeugung durch Impfung
Eine spezifische Behandlung gegen die FSME-Erkrankung gibt es nicht, es können ausschließlich die Beschwerden behandelt werden. Umso wichtiger ist die Vorbeugung durch eine Impfung. „Jetzt vor Beginn der Zecken-Saison ist es daher angebracht den Impfschutz zu überprüfen und gegebenenfalls in der Hausarztpraxis auffrischen zu lassen“, erklärt Dr. Thomas Wibmer, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Augsburg. (pm/pif)
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