4. Qualitätszirkel: „Gut vorbereitet für die Schule – wie können Kitas Kinder mit besonderem Förderbedarf unterstützen“

Am 3. Dezember 2024 fand der vierte Qualitätszirkel zum Thema „Gut vorbereitet für die Schule – wie können Kitas Kinder mit besonderem Förderbedarf unterstützen?“ statt. 35 interessierte pädagogische Fachkräfte aus verschiedenen Augsburger Kitas und Tagespflegestellen nahmen mit großem Interesse an der Fachveranstaltung teil.

Im Fokus stand die Frage, wie Kinder mit erhöhtem Förderbedarf bestmöglich auf den Schulstart vorbereitet werden können. Unter dem Motto „Mut machen, Input geben, Zu-Muten“ machten sich Martina Simnacher, Heilpädagogin an der Pankratiusschule und Eva Kramer von der integrativen Kita Herrenbachstraße dafür stark, Kinder individuell zu begleiten, denn „durch das Zumuten entsteht wieder was Neues.“ Kitas spielen eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf auf den Übergang in die Grundschule. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Erziehern, Eltern und Grundschullehrern ist entscheidend, um die Kinder bestmöglich zu unterstützen. Dabei sollte eine individuelle Förderplanung entwickelt werden, um gezielt Bereiche in den Blick zu nehmen, die das Kind besonders benötigt. Wichtig sei es, das Kind immer da abzuholen, wo es steht. Die Art der „Vorschule“ soll auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein, ohne dass die Kindergruppe aus dem Blick gerät. Es sei zu verhindern, ein Kind in eine Notsituation gebracht wird oder unter Druck kommt.  Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung von Selbstständigkeit und sozialen Fähigkeiten, um das Kind auf die neuen Anforderungen in der Schule vorzubereiten. Durch regelmäßige Besuche in der zukünftigen Grundschule, gemeinsame Aktivitäten mit den Lehrkräften oder die schrittweise Einführung von schulähnlichen Strukturen können die Kinder allmählich mit der neuen Umgebung vertraut gemacht werden. Das Ziel ist es, den Übergang so sanft wie möglich zu gestalten und den Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Zuversicht zu vermitteln.

Der Qualitätszirkel lebte erneut vom Austausch der Anwesenden, die ihre Erfahrungen als Beispiele ergänzend einbrachten. Auch die aktuellen Herausforderungen waren Gegenstand der Diskussion, etwa die angespannte Lage im Fördersystem oder die Rolle von Individualbegleitungen.

Zu Gast war außerdem Verfahrenslotsin Frau Enzler aus dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Augsburg. Sie ist Ansprechpartnerin für junge Menschen mit einer (drohenden) Behinderung und deren Familien. Sie gibt Orientierung und berät zu allen Fragen der Eingliederungshilfe.


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